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Samstag, 29. Mai 2010

ROCE-Simulation

Die letzten beiden Schritte in einem „SRPI“-Prozess habe ich im Post zu diesem Thema wie folgt definiert:  
  • Ableitung des funktionalen Zusammenhangs zwischen den Prozesszielen und der Rentabilitätsänderung (Auswirkungen auf Ergebnis und/oder Kapital)
  • Verknüpfung und Darstellung im ROCE-Baum mit Hilfe einer von TEMA entwickelten „Easy to use“ MS-EXCEL-Lösung
Im Post zum Thema Prozesskostenrechnung ist als „positiver Ausblick“ zu lesen:
Diese Analyse (Anm: Der Funktion Lmi-Kosten = f(Kostentreibermenge)) macht es möglich auf zwei Ebenen gestalterisch einzugreifen:
  • Durch Umgestaltung der Prozesse, sodass je Leistungseinheit (z.B. je Bestellung) weniger Ressourcen (Arbeitszeit) notwendig sind und
  • durch Reduktion der Kostentreibermengen (z.B. mehr Rahmenaufträge und Abrufe….)
Ich bin so von zwei unterschiedlichen Fragestellungen zum gleichen Punkt gekommen – zur Gestaltungsmöglichkeit durch Kenntnis des funktionalen UND des wertmäßigen Zusammenhangs. Dies verwundert nicht angesichts der Tatsache, dass
  • eine Prozessänderung ohne Prozesskostenrechung wenig Sinn macht und
  • der primäre Zweck einer Prozesskostenrechnung die Effizienzsteigerung in den Prozessen sein muss.
Im Rahmen eines Redesign-Projektes ist die neue Ableitung der funktionalen Zusammenhänge und der sich daraus ergebenden Gestaltungsspielräume als eigner Analyseschritt sinnvoll und notwendig. Wenn es aber darum geht, in der operativen Jahresplanung die Auswirkungen einzelner Verbesserungsmaßnahmen darzustellen bzw. die zur Erreichung des ROCE-Ziels notwendigen und möglichen Anpassungen an geänderte Preis-, Mengen-, Faktorkosten-Strukturen zu simulieren, reichen weder Zeit noch Ressourcen für eine umfangreiche Analyse und Modellierung.

Daher  besteht die Aufgabe für das Controlling darin, ein flexibles Unternehmenssimulationsmodell zu erstellen, in dem die funktionalen Zusammenhänge zwischen Änderungen in den Prozessen (Mengen und Effizienz) und der Rentabilitätsänderung treffend und zugleich transparent (d.h. EINFACH) mathematisch beschrieben sind, um es als Tool im Planungsprozess verfügbar zu haben.
Nachdem die Zusammenhänge nicht immer linear sind, ist dies eine spannende Herausforderung.

Wir werden uns diesem Thema im Juni gemeinsam mit einem Kunden widmen.